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Eigene Homepage

Ich habe mich dazu entschlossen eine eigene Homepage über mein Freiwilligenjahr zu erstellen. Von nun an werde ich meine Berichte dort veröffentlichen. Dazu gibt's es mehr Bilder zu meinen Einträgen!

Meine alten Blogeinträge könnt ihr auch auf der Website finden. Die Bilder vom letzten Blog werde ich dort nachtragen!!

 

 http://carstenweltwaerts.webnode.com/ 

 

Ich wünsche weiterhin viel Spaß beim Lesen und Fotos schauen!! 

20.1.14 16:13, kommentieren

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Weihnachten und Silvester bei sommerlichen Temperaturen - mal was anderes

Leider habe ich es in letzter Zeit nicht geschafft meinen Blog weiterzuführen, weshalb mein letzter Eintrag nun schon recht lange zurückliegt. In der Zwischenzeit ist so einiges passiert, was ich vermutlich nicht alles in diesem Blogeintrag widergeben kann.

 

Aber zunächst einmal wünsche ich allen ein frohes neues Jahr!!

 

Bevor Janek, Marcus und ich Sajoma am letzten Novemberwochenende abermals verließen um zusammen mit Benita die Gebirgsstadt Jarabacoa, welche südöstlich von San José de las Matas gelegen ist, aufzusuchen, nahmen wir drei an einer Fortbildung an der Universität ISA in Santiago teil. Dieses zweitätige Seminar wurde von japanischen Freiwilligen und Mitarbeitern der Universität organisiert und behandelte die japanische Kompostierungsmethode „TAKAKURA“. Diese hat zum Vorteil, dass die Bakterien den Kompostierungsvorgang, durch die Zugabe von beispielsweise Hefe und Joghurt schneller antreiben und auf diese Art schon nach kürzerer Zeit der gewünschte Humus entsteht. Am Donnerstagabend trafen wir deutschen Freiwilligen (zudem auch Lisa und Linda, an der ISA tätig) uns mit den japanischen Volontären auf das eine andere Bierchen. Wir erfuhren, dass diese nicht nur ein, sondern zwei Jahre in der Dominikanischen Republik leben und, dass insgesamt etwa 60 Freiwillige, zerstreut über das ganze Land hier arbeiten.

Nach dem Seminar setzten wir drei unseren Weg gen Jarabacoa fort, wo wir am Abend Tim, einen deutschen Auswanderer trafen, welcher seine Wohnung als Ferienwohnung vermietet worauf wir zufällig im Internet gestoßen waren…zu unserem Glück, denn er überließ uns die Wohnung etwas billiger als üblich.

Da sich die Umgebung der Gebirgsstadt durch eine spektakuläre aber natürliche Umgebung auszeichnet, unter Anderem durch drei Wasserfälle, wollten auch wir uns diese nicht entgehen lassen. So unternahmen wir am Samstagmorgen einen Ausritt zum Wasserfall Jimenoa II. Obwohl nur Benita schon Reiterfahrungen hatte, hatten wir trotzdem unseren Spaß und niemand ist vom Pferd gefallen. Zudem nahm hinter mir noch ein zwölfjähriger Junge, welcher zu der Exkursionsorganisation gehört, als Begleiter  Platz. Der Anführer unserer kleinen Gruppe unternahm ab und zu mal einen kleinen Ausflug den Weg vorneweg, was der Junge hinter mir anscheinend als Herausforderung ansah und wir, ohne jegliche Vorwarnung im Galopp hinter ihm her stürmten. Nach einem kurzen Anfangsschreck machte die Verfolgungsjagd aber ziemlich Spaß … obwohl ich mich eigentlich nur am Sattel festgekrallt habe und das sicherlich ziemlich blöd ausgesehen haben muss :D

Der Ritt ging noch durch einen Fluss, dessen Wasser den Pferden fast bis zum Bauch reichte, wodurch wir Mühe hatten unsere Schuhe trocken zu halten und endete schließlich am Weg zum Wasserfall. Der Wasserfall war allerdings nicht allzu spektakulär, aber dennoch sehr schön anzuschauen.

 

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Der Wasserfall Jimenoa II

 

Am Abend trafen wir uns mit den anderen Freiwilligen Lukas und Gregor, die zufällig auch über das Wochenende nach Jarabacoa gekommen waren. Wir suchten uns einen Platz im zentralen Park der Stadt und genossen einen dominikanischen Rum, während von der anderen Seite des Parks Merengue und Bachata zu uns rüberhallte.

Für den Sonntag beschlossen Benita, Janek, Marcus und ich einen weiteren Wasserfall, den angeblich spektakulärsten der drei aufzusuchen, den Wasserfall Jimenoa I. An diesem wurde sogar die Eröffnungsszene zu einem der Jurassic Park Filme gedreht. Der, laut Reiseführer 60 Meter hohe Wasserfall hatte schon einiges mehr zu bieten als der Wasserfall Jimenoa II. Nicht nur der Wasserfall an sich, sondern auch der Ort, an dem er sich befand war einzigartig. Nach einem halbstündigen Fußmarsch einem bewaldeten Abhang hinunter, fanden wir uns umrahmt von riesigen Felswänden in einer Schlucht wieder, in der zudem einige Meter große und breite Felsbrocken das Bild prägten.

 

 

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Der Wasserfall Jimenoa I aus der Ferne...

 

frisches Gebirgswasser ist nämlich alles andere als angenehm warm. War man einmal drin so ging es und wir konnten eine natürliche Dusche unter dem herabrauschenden Wasser nehmen. Nach zwei kurzen Badegängen machten wir uns zurück auf den Weg in die Stadt, wobei wir eine kostenlose Mitfahrgelegenheit auf der Ladefläche eines kleinen Lkw der Zeugen Jehovas erwischen konnten.

 

image ...und aus der Nähe (zum Größenvergleich: die Anderen stehen am rechten Bildrand mit rotem Handtuch)

 

 

Bis Mitte Dezember geschah dann nicht so sehr viel. Ab und zu konnte ich Aribel, Mirnalis und Nerolisa (die zwei Studentinnen, die ein Praktikum bei Plan Sierra machen) mit zu Mütterklubs begleiten und einmal fuhr ich bei Janek und Pablo mit, die mit einer Schulklasse eine Exkursion in das Außenzentrum Los Montones unternahmen.

 

Dann aber hatten wir drei Plan Sierra – Freiwilligen die Möglichkeit auf eine ganz besondere Erfahrung, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten.

Bei Plan Sierra sind einige Studenten angestellt, die zum Ende ihres Studiums planten, den Pico Duarte, den höchsten Berg der gesamten Karibik zu besteigen und uns das Angebot unterbreiteten sie zu begleiten. Das Angebot nahmen wir sofort dankend an…aber über dieses Erlebnis werde ich noch einen extra Blogeintrag verfassen.

Nur so viel vorweg … Vom Regenwald in den Nadelwald, von stechender Hitze zu Bodenfrost und von Maultieren zu Ratten…und das alles ohne Sohle…

 

 

Zurück im Büro suchte ich das Gespräch mit Aribel, um ihr zu erklären, dass ich mit meiner aktuellen Situation bei Plan Sierra ziemlich unzufrieden bin. Nach diesem, in dem ich meiner Tutorin klar machte, dass sich in Zukunft etwas ändern muss, weil von unserem Plan für El Rubio nichts in die Tat umgesetzt wurde, zeigt sie sich verständnisvoll und wir schmiedeten spontan den Plan, dass ich ab Januar in verschiedenen Dörfern, unter Anderem bei Familien Komposte errichte, in denen sie selber ihre Bioabfälle verwerten können. Da Aribel diesen Plan am folgenden Tag direkt bei einem Mütterklub vorstellte, habe ich die leise Hoffnung, schon demnächst tatsächlich tätig werden zu können. Inwiefern der Plan in die Wirklichkeit umgesetzt werden kann, bleibt jedoch erstmal abzuwarten.

 

Nach der letzten vollen Arbeitswoche des Jahres stand auch schon Weihnachten vor der Tür … allerdings war ich nach wie vor nicht sonderlich in weihnachtlicher Stimmung bei weiterhin sehr sommerlichen Temperaturen, dennoch war es ein schönes Fest, dass ich mal unter etwas anderen Umständen genießen durfte.

Am 24.12 deutete zunächst aber kaum etwas darauf hin, was sich hinter dem Datum verbirgt, denn bis zum Abend verlief der Tag wie jeder andere. Um etwa halb sieben abends traf sich dann die ganze Familie (Tanten, Onkel, Cousinen, Cousins, Nichten) am Haus meines "Gastopas", welcher selber auf Familienbesuch in New York war, wo er zum ersten mal Schnee sah, mit über 80 Jahren.

Obwohl um kurz nach acht Uhr noch immer nicht alle Familienmitgliedereingetroffen waren, beschlossen wir schon einmal mit dem Weihnachtsessen zu beginnen. Natürlich fand ich keine gewöhnliche Mahlzeit vor, aber genauso natürlich war Reis mit Bohnen Hauptbestandteil der Mahlzeit. Dazu gab es gegrilltes Schwein, einen Bananen-Hack-Auflauf (mag ich sehr gerne), Yuccabällchen, Tayota (serviert ähnelt es Kohlrabi), Kartoffelsalat (leider nicht so schmackhaft wie man es aus Deutschland gewohnt ist), grünen Salat mit Avocado und Rote Grütze.

Nach dem „Cena de Navidad“ saßen wir noch in gemütlicher Runde auf der Terrasse zusammen und tranken neben dem dominikanischen Rum auch einen selbsthergestellten Wein aus Rohrzucker.

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Der gedeckte Weihnachtstisch

 

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Meine Gasteltern Rosa und Juan

 

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Aribel, die ja zugleich auch meine "Gastschwägerin" ist. Sie erwartet in den nächsten Monaten übrigens ihr erstes Kind.

 

Am ersten Weihnachtstag stand Resteverzehr an und wir fanden uns alle wieder in dem Haus ein. Der zweite Weihnachtstag ist hier kein Feiertag, weshalb ich zum letzten Mal im Jahre 2013 ins Büro musste, wo ich meine Studiengangsuche, der ich in letzter Zeit im Büro nachkomme, fortsetzte.

Dafür konnte ich den 6. Januar aber nochmal als freien Tag genießen.

Geschenke wurden hier übrigens nicht ausgetauscht, ich hatte meinen Gasteltern dennoch einen kleinen Kerzenständer geschenkt, woraufhin Rosa mir zwei T-shirts kaufte J

 

Zum Besuch meines „Gastopas“ in New York kann ich kurz erklären, dass es in der Dominikanischen Republik, beziehungsweise in San José de las Matas einige Familien mit Verwandtschaft in den USA gibt. Oft bekommen die hiesigen Familien Geld aus den Vereinigten Staaten geschickt, um hier nicht nur von der Hand in den Mund zu leben. Für die meisten Dominikaner ist New York der große Traum, wo jeder einmal hin möchte.

 

Am Freitag, dem 27. Dezember war es mal wieder Zeit für Urlaub, und diesmal für eine Woche in der Stadt Las Terrenas auf der Halbinsel Samaná im Nordosten der Dominikanischen Republik. Den Urlaub unternahmen wir diesmal nicht nur zu  dritt oder viert, sondern mit fast allen Freiwilligen, insgesamt waren wir zu 15.

Las Terrenas ist, wie wir auch selber schnell feststellen konnten, ein touristisch geprägter Ort; insbesondere die Franzosen scheinen sich hier wohl zu fühlen, wie uns auffiel.

Es war schön die ganzen Freiwilligen wieder zu sehen und es war auch erstaunlich, wie unterschiedlich unsere Erfahrungen, die wir in den ersten drei Monaten gemacht hatten, ausfielen.

Bei dem Aufenthalt handelte es sich hauptsächlich um einen Strandurlaub, weshalb ich zu den einzelnen Tagesabläufen wohl nicht allzu viel schreiben muss: Handtuch geschnappt, ab in den Atlantik und am Strand entspannen … an Bräune gewonnen habe ich bislang aber nur kaum :D

 

 

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 Der Strand von Las Terrenas, wie man ihn sich in der Dominikanischen Republik vorstellt

 

Am Montag suchten wir mal keinen Strand, sondern den Wasserfall „El Limón“ auf. Nach einem halbstündigen Fußmarsch, unter Anderem durch einen Fluss kamen wir an unserem Ziel an: Ein wahrhaft atemberaubender Wasserfall, meiner Meinung nach der schönste von den drei großen, die ich  bisher gesehen habe. Aber anders als bei den anderen, zog dieser recht viele Touristen an, aber das war im Grunde auch nicht anders zu erwarten bei der Lage. Für eben diese wagten ein paar Dominikaner, sicherlich gegen ein paar Pesos, einige artistische Sprünge von den Felsen in das Becken unterhalb des Wasserfalls.

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 Der Wasserfall "El Limón, auf den sich auch meine Eltern schon freuen dürfen

 

 

Der Wasserfall bot aber noch eine Besonderheit, man konnte nämlich in einen Hohlraum hinter diesen schwimmen, was wir natürlich sofort machten, ein sehr geiles Erlebnis :D

 

Dienstag, also am Silvesterabend grillten wir alle zusammen und beschlossen das neue Jahr am Strand zu beginnen … Silvester in kurzer Hose am Strand, auch mal was anderes!

Um zwölf war dann allerdings nicht so viel los, wie wir es erhofft hatten. Lediglich in der Ferne konnten wir ein kurzes Feuerwerk beobachten.

Generell in der Dominikanischen Republik ist es, so wie uns auf unserem Vorbereitungsseminar erklärt wurde, ein Brauch mit seiner Waffe in die Luft zu schießen, was die wahrscheinlich lauteste Nacht des Jahres zur Folge hat. Da wir allerdings mit Las Terrenas einen Touristenort erwischt hatten, konnten wir von diesem Ereignis keine Zeugen werden. Später in der Nacht ging es dann noch in einige Strandbars, in denen wir das neue Jahr feierten.

In den restlichen Tagen erkundeten wir andere Strände in der Umgebung von Las Terrenas … zumindest der Großteil von uns, denn zwei Freiwillige mussten sich ins Krankenhaus begeben. Zum einen Alexej, welcher, wahrscheinlich durch einen Sprung ins Wasser ein Riss im Trommelfell erlitten hatte und zum anderen Christina, welche mit Parasiten zu kämpfen hatte.

Am Samstag machte ich mich wieder auf den Weg nach San José de las Matas, wobei einige Freiwillige noch weiterfuhren nach Las Galeras, einem anderen Ort auf der Halbinsel. Ich zog es aber vor nach Hause zu fahren, weil ich schon im Februar, wenn meine Eltern zu Besuch kommen in diesem Ort sein werde und ich die Umgebung dann mit ihnen erkunden möchte, zum Beispiel den Playa Rincón, welcher den Ruf hat, einer der schönsten Strände des Landes zu sein.

 

Am Ende meines Eintrags kann ich von kulinarische Spezialitäten berichten, die mir in der Zwischenzeit untergekommen sind: Hühnerfuß und Schweinelunge, beides Gerichte, bei denen ich mich etwas zwingen musste sie zu probieren. Aber ich dachte mir, wenn ich schon einmal die Möglichkeit habe auf diese Weise in die dominikanische Küche Einblick zu erhalten, sollte ich sie auch wahrnehmen und habe beides gegessen. Im Endeffekt war beides auch nicht so schlimm, wie man es sich vorstellt, auch wenn ich weder das eine, noch das andere unbedingt öfters essen muss

 imageMuss man mal probiert haben, Hühnerfuß..

 und damit einen schönen Gruß nach Deutschland!

 Ps: Irgendwie kann ích die Fotos im Moment nicht größer bloggen, ich hoffe ich kanns nachholen!! 

10.1.14 23:46, kommentieren